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29.9.03
Alvarito???
Per normalen, Chickenbus und Fuerte-del-Norte overnight kamen wir morgens um 4 nach Flores, der Jungelhaupstadt von Peten, dem noerdlichsten Teil Guatemalas. Mit einem Minivan wurden wir dann zunaechst in unseren Ubernachtungsort in El Rematte gebracht, und dann endlich zum absoluten MUST-SEE Guatemalas:
Tikal. Im Gegensatz zu Copan stammt Tikal aus einer frueheren Epoche, war aber eine etwa 5-mal groessere Mayastadt. Das Gelaende ist auch riesengross und mitten im Urwals und ueberall gibt es Affen und Ameisenbeeren. Wie aus dem nichts tauchen dann ploetlich ueber 50 Meter hohe Steintempel auf, dass es einem den Atem verschlaegt. Obwohl etwas uebermuedet, hat uns Tikal schwer beeindruckt, und bei meiner naechsten Reise werde ich mich umbeding durch den Jungle nach "El Mirador" durchkaempfen, das noch groesser als Tikal, jedoch bisher unerschlossen, ist.
Unser Tikalbesuch warnebenbei uebrigens auch von der Suche nach Felix' Freund Alvaro gepraegt, der trotz lauter Rufe von den hohen Tempeln herab nicht auftauchen wollte. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass er tatsaechlich ungefaehr zur gleichen Zeit dort war...
 { 7:51 PM ~ link ~ }


26.9.03
Fokking Grrreeet, heeer.
Mit einer dreitaegigen Pause haben wir die letzte Woche im Hochland Guatemalas verbracht, naemlich am Lago Atitlan. Im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen wohnten wir jedoch weder in Gringotenango (Panajachel), Kiffertenango (San Pedro), noch in Newagetenango (San Marcos) sondern wohnten bei Dave und Deedle (Iguana Perdida) in Santa Cruz. Gemeinschaftsabendessen und Oellampen statt Elektrizitaet sowie unendlich unterhaltsame Abende mit Gitarrenmusik (Highlights: Chicken-Bus Song, Scuba-Blues und "Why does it burn when I pee") fuehrten dazu dass wir hier gar nicht mehr wegwollten. Nicht zu vergessen ein wunderbarer Blick auf zwei Vulkane und den Lago, die Wanderung nach San Marcos, ein wenig Reiten und Paddeln sowie zahlreiche Shoppingausfluege zum Markt nach Panajachel.
 { 12:30 AM ~ link ~ }


23.9.03
"The best sunrise Ive ever seen."
Die letzte Woche unserer Reise hat begonnen und anbetracht der kurzen Zeit, die wir noch haben werden die Eintraege hier auch kuerzer. Nach ein paar Tagen am Lago de Atitlan (mehr dazu spaeter) sind wir per Chickenbus (diesmal ein richtiger, sauvoll, bunt und billig) nach Xela (Quetzaltenango) gefahren. Felix und ich zum Trekken, Kata um sich die "Escuela de la Calle" anzugucken, und Anna aus Solidaritaet.
Quetzaltrekkers. Mit dieser Non-profit-Organisation sind Felix und ich dann 3 Tage durch den Regen mit 20 anderen Menschen (15 davon Israelis) von Xela nach San Pedro La Laguna marschiert. Es war grossartig, wenngleich die Gruppe etwas lahm und die Naechte in Turnhallen auf Betonfussboden etwas kalt waren. Nicht zu vergessen der grossartige Sonnenaufgang ueber dem Lago am Montagmorgen, in Jonathans (Guide) Worten, die keiner so unemotional rueber bringt wie er: "The best sunrise Ive ever seen."
 { 10:22 PM ~ link ~ }


20.9.03
Das Land des ewigen Aprils.
Der Grenzuebergang auf unserer Fahrt von Copan nach Antigua (Guatemala) war definitiv der harmloseste bisher: Keine suspekten Gebuehren, kein 3 km Grenzstreifen, keine 500 komischen Gestalten, die ueberall rumhaengen und Geld tauschen wollen. Alles ging recht schnell, nur der starke Regen nervte etwas. Guatemala gilt als das Land des ewigen Fruehlings und so merkten wir auch gleich, dass die Temperaturen angenehm kuehler wurden.
Antigua. Als erstes kamen wir nach Antigua - die alte Haupstadt Guatemalas. Nebenbei ist es auch gleichzeitig die Haupstadt der Sprachschueler, Volunteers und ueberhaupt Zentralamerikareisender und das liegt wahrscheinlich daran, dass die Stadt einfach wunderschoen ist> Alles im Kolonialstil gebaut, aussenrum haufenweise Vulkane und die Innenstadt ziemlich autofrei. Wir haben uns im Yellow House einquartiert, das in keinem Reisefuehrer steht, aber ein ziemlicher Geheimtip ist: bei Ceci und Carlos war das Fruehstueck inklusive und dank der Kuechenmitbenutzung konnten wir jeden Abend lecker und knoblauchreich kochen.
In der Stadt macht man dann auch nicht viel mehr ausser in diversen Hippie-Cafes rumzuhaengen, durch die Gassen zu spazieren und den anlaesslich des Unabhaengigkeitstages wild rummarschierenden Paraden zuzuschauen. Aber nett wars.
Es hat uebrigens oefters mal geregnet und der Himmel war fast durchgaengig grau, so dass wir uns jetzt gut auf den deutschen Herbst vorbereitet fuehlen, obwohl Guatemala doch als Land des ewigen Fruehlings gilt.
Pacaya. Einen Ausflug haben wir von Antigua dann doch gemacht - zum Vulkan Pacaya. Dieser Vulkan gilt als ueberfalltechnisch gemeingefaehrlich , deswegen wird man dann auch von Polizisten beim Hinaufsteigen begleitet. Der Vulkan ist noch ziemlich aktiv, bricht alle zwei Jahre aus und oben laeuft man ueber warme Lava. Aus dem Bilderbuchkrater kommen dann auch haufenweise giftige Gase und ab und zu ruelpst der Gute geraueschvoll. Auf dem Hinunterweg konnten wir dann Geroellskifahren, was diesen sensationellen Ausflug abrundete.
 { 2:33 AM ~ link ~ }


17.9.03
Eighteen Rabbit und seine Freunde.
Nur ungern haben wir Utila verlassen, aber es wurde auch Zeit, uns nach 6 Wochen Zentralamerika endlich auch ein bisschen mit der praekolumbianischen Kultur auseinanderzusetzen und so fuhren wir wieder in unseren geliebten Ex-Schulbussen nach Copan Ruinas, wo die Ueberreste der Maya-Metropole Copan (ca. 800 n.Chr.) zu besichtigen sind. Untergekommen sind wir in der belgischen Hostel-Kette Via Via, von denen es u.a. auch welche in Kathmandu und Mali gibt. Ein nagelneuer Anstrich, sehr nette Besitzer, eine gute Speisekarte und Ethno-Bettdecken sorgten dafuer, dass wir uns hier gleich sehr wohl fuehlten.
Copan Ruinen. Nur einen kurzen Fussmarsch entfernt liegen die Ruinen von Copan, deren Eintritt samt Museum zugegebenermassen, sage und schreibe 15$ kostet. Das Ganze hat sich trotzdem gelohnt, denn Copan hatte seine Hoch-Zeit in einer spaeteren Maya Epoche, so dass wirklich ziemlich abgefahrene Skulpturen neben den bekannten hohen Pyramiden zu sehen waren. Highlight der Ruinen ist die Hyroglyphen-Treppe (oder auch "Hieroglyphen"), die einen kurzen Aufriss ueber die Geschichte Copans gibt (nimmt man an), die jedoch von Anfaenger-Archaeologen beim ersten Fund schon so grundsaetzlich durcheinander gebracht worden war, dass man heute gar nicht mehr sicher weiss in welcher Reihenfolge die Hyroglyphen gehoeren. Davon abgesehen gilt das Maya-Alphabet auch nur als halb-entziffert - man weiss ueber Copan eigentlich auch nicht viel mehr als die Reihenfolge der Herrscher (18 Rabbit, Smoked Shell und wie sie alle hiessen) und dass die Stadt irgendwann an Ueberbevoelkerung zu Grunde gegangen ist und die Bewohner das Tal verlassen haben.
 { 2:11 AM ~ link ~ }


11.9.03
"I shit you not!"
Der letzte Eintrag ist ueber eine Woche her. Das hat seinen guten Grund, wir waren einfach ziemlich beschaeftigt - mit Tauchen.
Utila. Im Norden grenzt Honduras an die Karibik und dort gibt es die Bay Islands. Eine davon heisst Utila und gilt als das billigste Scuba-Diving-Resort weltweit. Das sollte auch an uns nicht vorbeigehen, und so kamen wir nach 5 Stunden Busfahrt von Tegucigalpa in La Ceiba an der Karibikkueste an. Sonne, Palmen, tuerkisfarbendes Meer - wie man es sich vorstellt - und eine neu eingefuehrte Nachmittagsfaehre, die uns das teurere Flugzeug erspart hat. Nach einer etwas schaukeligen Bootsfahrt (O-Ton Felix:"Total krass, ich hab sowas noch nie gesehen: Der hat einfach losgekotzt") wurden wir auf der Insel auch gleich von braungebrannten, blondgefaerbten Dive-Dudes begruesst, die uns Flyer ihrer Tauchschulen in die Hand drueckten.
Die echten Utilianer (von denen es recht wenig gibt) sprechen eine Art Jamaikaenglisch ("Yo, mann, whatsaup todaaay") und fuehlen sich mit Honduras eigentlich nicht verbunden. Wir kamen uns vor wie auf einer Piratenisnel, was Utila vor hundert Jahren wahrscheinlich auch mal war.
Underwater Vision. Fuer unseren Open-Water-Course haben wir uns nach einigem Hin und Her schliesslich fuer die Tauchschule mit dem obigen Namen entschieden, da sie fuer 135$ (!) auch Unterkunft mit Kochgelegenheit (die wir jedoch eher spaerlich nutzen sollten) anbietet, und uns die Leute dort recht nett schienen. Unser Diving Instructor hiess Alfred (born and raised on Utila) und sollte uns fuer die naechste Weile mit "Are you with me?!" im 10-Minuten Takt zum Aufpassen motivieren. (Mehr O-Ton: "I shit you not!", "There will be so many fish that you will have to literally push them out of your way.") Wir mussten ein ziemlich dickes Buch durcharbeiten, taeglich mehrere extrem ami-super-paedagogische PADI-Videos angucken und im "Confined Water Dive" ekelhafte Uebungen wie "Mask-Flooding" ueberstehen. Dafuer wissen wir jetzt genau was "Buoyancy" ist und wie man sie reguliert, wie man eine "Decompression Sickness" vermeidet und was "Nitrogen-Narcosis" ist. Spaeter durften wir bis 18m runtertauchen und es war wirklich saugeil. Auch wenn die Underwatervision-Jungs ein echt chaotischer Hippiehaufen sind, so war der Kurs Eins-A und Alfred ein Superlehrer. Alle von uns hatten ein paar Probleme mit dem Druckausgleich und Anna eine kurze Panikattacke beim ersten Tauchgang, aber es hat sich wirklich gelohnt. Anna und ich haben dann sogar noch den "Advanced Open Water Course" gemacht, der einen Tauchgang am Rande der Kontinentalspalte (da geht eine Wand 800m in die Tiefe, und alles ist voll mit Korallen und Fischen in allen Farben) und zum Wrack der Halliburton 211, einem Containerschiff, hinunterbrachte. Zum Abschluss gabs dann noch einen Nichtdive - mit Lampen a la Navy Seals Manoever. Hier ist eine kleine Gallerie der Unterwasserlebewesen die wir bewundern durften: Yellowtail Snapper, Queen Angelfish, Hawksbill Turtle (nur Anna), Whale Shark (allerdings nur die Flosse), Carribean Reef Octopus, Lobster, Parrotfish und so weiter und so fort. Leider stand uns keine Unterwasserkamera zur Verfuegung um Originalbilder anzufertigen. Neben dem Tauchspass habe wir auch eine Menge netter Menschen kennengelernt, unter anderem einen ex-Olympiacshmwimmer und die Iguana-Sation besucht.
Summa summarum: Keiner von uns wird jetzt wohl zum passionierten Hobbytaucher und den "Local PADI Center" kontaktieren, aber es war ein umwerfendes Erlebnis und hat super Spass gemacht.
 { 4:02 AM ~ link ~ }


2.9.03
Project Guanabana 2003.
Zum ersten Mal ist die Frucht mit diesem wundersamen Namen in Form eines Jugos auf einer Speisekarte in einem Soda in Liberia aufgetaucht. Nicht nur weil ihr Name so wunderbar in ein Sesamstrassenlied passt (Guanabana, dumm dumm, di dumm dumm) liess sie uns seitdem nicht mehr los. Wie sieht so eine Guanabana aus? Ist es etwa eine gelungene Kreuzung aus einer Banane und einer Guave? Wie schmeckt sie wohl? Mit dem klaren Ziel vor Augen das Geheimnis der Guanabana zu loesen reistem wir durch verschiedene Laender Zentralamerikas, doch kamen wir der Guanabana bisher nur bedingt naeher. Seit Liberia gibt es naemlich keine Guanabana-Jugos mehr auf der Speisekarte, und in Nicaragua scheint es gerade nicht die richtige Saison zu sein. Dennoch gelang Kata im Bus auf Ometepe (Nic.) zumindestens einige Details von Juan-Luiz, einem anderen Busfahrer, zu entlocken: Sie ist rundlich und gruen und kann roh oder in Saftform zu sich genommen werden. In Managua gelang uns ein weiterer Coup: Wir entdeckten tatsaechlich eine lebende Guanabana an einem Baum: Sie ist tatsaechlich gruen und aehnelt in ihrer Oberflaechenbeschaffenheit einer Handgranate. Auch diese Guanabana war wieder nicht reif, so konnten weitere Details bisher nicht gelueftet werden.
Auf dem Roberto-Huembes-Mercado in Managua erwarben wir schliesslich eine vermeintliche Kuerbisgrosse Guanabana und brachten sie voller stolz zu unserer Gastfamilie. Dort wurden wir jedoch darueber aufgeklaert, dass es sich dabei um eine Frutta di Pan handle, die zwar auch sehr gut schmecke (frittiert und gesalzen, so nahmen wir sie ein paar Tage spaeter auch zu uns) aber der Guanabana keinesfalls aehnle. Eine kleine Recherche bei Google konnte uns leider auch nicht wirklich weiterhelfen. Unser Korespondent und exMitreisender Dan berichtet unterdessen von dem Erwerb eines Guanabana-Getraenkemixes, den er uns demnaechst zukommen lassen wird, aber so wirklich wieterhelfen wird uns das auch nicht. Die Suche geht weiter und man darf gespannt sein.
 { 5:14 AM ~ link ~ }


1.9.03
"Every sperm is sacred."
Vier verschiedene Busse und ein weiterer etwas gruseliger Grenzuebergang spaeter sind wir nun in Honduras. Was als erstes auffaellt: Es gibt hier Berge und es ist um einiges kuehler. Unser erstes Reiseziel Tegucigalpa empfaengt uns dann sogar mit stroemendem Regen und die Strassen sind komplett ueberflutet.
GROSSfamilie. Von einer Cafeteria holt uns Anas (eine Seminar Camp Freundin von Kata) Vater ab. Bei denen zu Hause angekommen stellen wir fest, dass diese Familie riesig ist: Es gibt 9 Kinder (Ana, Juan, Jose, Maria, Calique, Gabriel, Ernesto, und die Namen der beiden kleinen habe ich vergessen) und es werden 3 Maids beschaeftigt um den Laden am laufen zu halten. Die Familie ist (offensichtlich!) streng katholisch, und so werden wir auch geschlechtergetrennt auf zwei Zimmer aufgeteilt und bei schluepfrigen Stellen beim Videokucken wird immer vorgespult. Dass auch wir dort unterkommen faellt auch nicht weiter auf, da gleichzeitig noch 4 Freundinnen von Anas Schwester dort uebernachten! Die Familie hat einen Haufen Kohle, eine riesige Video(spiel)sammlung samt 2qm-Fernseher und es gibt eine fantastische Aussicht von der Terasse. So lassen wir es uns zwei Tage in dieser "Bubble" gutgehen, besuchen Santa Lucia und eine Mall, und testen abends Honduranisches Bier.
 { 8:08 PM ~ link ~ }