The Web-Browser you are using does not comply with web standards. Find out more and how to change this on the WebStandards Site.
Most probably you came here with Netscape 4.x. - a widespread browser full of bugs, and the nightmare of every web developer. Please, please upgrade to Netscape 6 or 7 or swith to another Browser.

27.8.03
Granada - Managua - Leon.
Nach Ometepe fuehrt uns unsere Reise durch Nicaragua in die aktuelle und die beiden ehemaligen Hauptstaedte des Landes. Es gefaellt uns hier um einiges besser als in Costa Rica, die Leute sind sehr freundlich und auf das Bussystem ist einigermassen Verlass. Ueberaschenderweise gilt Nicaragua, das saemtliche Klischees der Geschichte einer Bananenrepublik (Diktatoren, Revolutionen, Buergerkrieg, Korruption...) erfuellt als eines der sichersten Laender Zentralamerikas.
Granada. Eine wunserschoene Stadt, definitiv. Die Hospedaje Central ist nett und alles ist buntbemalt. Teile von Granada sehen aus wie aus einer Filmkulisse fuer einen Kolonialfilm. Wir fuehlen uns wohl und entdecken die Backpacker-Bubble: Kaum Kontakt zu Einheimischen, dafuer haufenweise Reisende, Herbergen und Bars ("The Bearded Monkey", "La Fabrica") die unseren Wuenschen genau entsprechen, jedoch wenig authentisch sind. Groesster Hit in unserer Hospedaje sind uebrigens die Hugos con Leche - die muessen erst noch uebertroffen werden. In Granada mussten wir uns auch von unseren beiden englischen Mitreisenden Dan und Hannah verabschieden und sind fortan nur noch zu viert.
Managua. Dank Veronicas Hilfe und Felix' mutigen Anrufen wurden wir direkt vom Busbahnhof von Pedro, dem Prototyp eines "Internationalista", abgeholt. Er wohnt seit 1980 in Nicaragua und hat Medizin in Freiburg studiert. Dort hat er unter anderem den Jos Fritz Buchladen gegruendet, ist ein echter 68er und war natuerlich auch in der Nicaragua-Arbeitsgruppe aktiv. So wurden dann auch beim Trinken von einigen Bieren saemtliche unserer neugierigen Fragen zum Contra-Krieg und zur heutigen Situation Nicaraguas befriedigt. So kamen wir auch nach langer Zeit mal wieder zu einem richtigen und gemuetlichen Bett.
Wir wurden bewirtet und versorgt als waeren wir engste Freunde, dabei kannten wir diese Leute ueberhaupt nicht. Was fuer ein Glueck.
Leon. Levke aus Hamburg arbeitet hier in einem Projekt mit Kindern, daher bleiben wir hier drei Tage bevor wir das Nica-Land verlassen. Wir wohnen in der Hospedaje Casona: Obwohl Anna erst einen Skorpion tottreten muss, das Klo mit "Soft-Seat" super-eklig ist und es in unser Zimmer hereinregnet fuehlen wir uns inzwischen superwohl: Paco oeffnet uns immer freundlich die Tuer, Sidney textet uns nach Lust und Laune ueber sein Leben in den USA zu und wir kochen jeden Abend Pasta in einer Riesenkueche. Die Hospedaje ist auch viel mehr eine Wohnung mit Gaestezimmer: Ueberall stehen die Nica-Schaukelstuehle rum und die Besitzer gucken im Foyer den ganzen Tag abwechselnd Fernsehen. Leon als Stadt gefaellt uns auch taeglich besser: Es gibt ueberall Murals von der Revolution, die ja von Leon ausging, wir besichtigen die groesste Kathedrale Mittelamerikas und kaufen im Miniladen gegenueber unsere Sachen. Zum ersten lal haben wir gestern abend eine Nica-Bar besucht, FLor-de-Cana-Rum getrunken und sind prompt von einem besoffenen Nica darueber aufgeklaert worden, dass Beethoven mejor de Bach ist. Heute haben Anna und ich einen Ausflug nach Leon Viejo gemacht - der ersten Hauptstadt Nicaraguas: Nicht mal Hundert Jahre nach ihrer Gruendung wurde erst ein Priester umgebracht, anschliessend brach der Monotombo Vulkan aus und es gab auch noch ein Erdbeben, so dass die Kolonialisten dachten, dies sei wohl doch kein guter Ort fuer eine Hauptstadt. Heute sind Teile der alten Stadt wieder ausgegraben und nach fast zwei Stunden Fahrt mit verschiedenen Bussen wurden wir von Guilherme, der erstaunlich gutes Englisch spricht, durch die Ruinen gefuehrt. Das ganze ist uebrigens ein Unesco Weltkulturerbe und wir hatten ganz nebenbei einen traumhaften Ausblick ueber die Vulkanlandschaft Nicaraguas und den Lago de Managua.
In Leon gibt es zusaetzlich noch einen Typ namens Mauricio, der Deutsch spricht und uns anscheinend an jeder Ecke auflauert um uns zuzutexten. Aber nett ist er...
Morgen verlassen wir das Land und es geht weiter nach Honduras. Mehr bald auf diesem Sender.
 { 3:31 AM ~ link ~ }


22.8.03
Ometepe.
Nach einem etwas abenteuerlichen Grenzuebergang von Costa Rica Richtung Norden, an dem man an jeder Ecke noch mal ein paar Dollar abdruecken musste, sind wir mittlerweile in Nicaragua. Erste Station: Eine Insel die aus zwei Vulkanen besteht:
Isla de Ometepe. Die Vulkane Maderas und Conception (passender Name?) bilden die Insel Ometepe. Schon gleich nach der Grenze war sie von unserem Taxi aus zu sehen - der Anblick traumhaft. Die Faehre schwankte wie bekloppt und sah aus wie aus dem letzten Jahrhundert. Danach gings per 20$ Pickup Richtung Finca Magdalena. Zwischenzeitlich ging dem Pickup fast das Benzin aus, so dass wir das Gefaehrt und Fahrer wechseln mussten und nach einer abenteuerlichen Stunde Fahrt schliesslich in unserer Uebernachtungsstaette ankamen.
La Finca Magdalena. Eine Kooperative, die aus der quasi - sozialistischen Zeit Nicaraguas stammt, war fuer die naechsten drei Tage unser Zuhause. Alles was man dort isst und trinkt wird in ein 5.-Klasse Aufgabenheft eingetragen und die Preise sind ebenfalls sozialistisch: 1.75$ pro Nacht, die Cerveza Tonia bzw. Victoria 0.80$. Dafuer nimmt man auch gerne ein paar kleine Ratten in Kauf, die nachts im Zimmer umherflitzen und eine 2-Meter Boa, die sich unter dem Dach des Gemeinschaftsbads herumschlaengelt. Insgesamt war es hier traumhaft schoen und ruhig, und wir fuehlten uns superwohl.
Schlammaderas. Von der Finca geht ein schmaler Pfad hoch auf den kleineren Vulkan der Insel: Maderas. Die angeblichen 5 km stellten sich eher als gefuehlte 8 heraus und fuer die ca. 1200 Hoehenmeter brauchten wir dann doch fast 4 Stunden durch den "Cloud Forest". Schon nach ein paar Metern war die Sicht dank einer dicken Wolke futsch. Nach einer kleinen Kletteraktion mit Seil und Warten auf eine Hoehenangst-besessenen Kanadierin erreichten wir die Lagune im Vulkankegel. Puenktlich ein paar Minuten spaeter fing es an zu regnen und wir machten uns im Schlamm auf den Nicht-mehr-Weg nach unten. Ergebnis: Paesse, Geld und Flugtickets waren nass und unsere Schuhe und Hosen durch und durch vollgeschlammt. Trotzdem: Ein toller Tag.
Chaco Verde. Die letzte Nacht verbrachten wir dann noch in einer anderen Hospedaje, die an einem traumhaften Strand liegt. Die Tatsache, dass die Angestellten ziemlich unfreundlich sind und wir mehr als das doppelte als in der Finca bezahlten, konnte uns unsere letzte Nacht auf der Insel dennoch nicht verderben.
 { 2:32 AM ~ link ~ }


17.8.03
Costa Rica.
Um nicht ganz alleine die weitere Planung in die Hand nehmen zu muessen, haben wir uns erst einmal einer traegen Masse CISVern angeschlossen und uns im Norden Costa Ricas umgesehen.
Vulcan Arenal. Nach einer 4-stuendigen Busfahrt kamen wir so in Fortuna an, einem Touridorf, das ganz in der Naehe vom Vulkan Arenal liegt. Dabei handelt es sich angeblich um Zentralamerikas aktivsten Vulkan. Leider gaben die dichten Wolken innerhalb von zwei Tagen keinen einzigen Blick auf den Gipfel frei, geschweige denn haetten wir Lava oder Eruptionen sehen koennen. Eine wirkliche Gemeinheit, da 1 Tag frueher und 1 Tag spaeter angeblich eine tolle Sicht war. Nicht ganz ausgeschlossen ist ausserdem, dass es bei den Ausbruechen lediglich um brennende Autoreifen handelt, die von Ticos den Berg hinuntergestossen werden, um Touris anzulocken. Dennoch war es schoen in Fortuna - es gibt einen netten Wasserfall und eine Badestelle an einem Fluss, an der man per Seil sich tarzanmaessig ins Wasser schwingen kann. Auch die 10$ fuer die Baldi Thermen haben sich gelohnt, obwohl man natuerlich auch von hier aus den Arenal nicht sehen konnte.
Monte Verde. Per Bus und Boot gelangten wir zwei Tage spaeter nach St. Elena, wo die anderen alle sich dem Canopy-Zip-Linen hingaben, waehrend wir uns lediglich mittels Haengebruecken durch den Regenwald bewegten. Apropos Regen - den gab es hier reichlich, vielleicht ein wenig zu reichlich, aber immerhin besser als 40 Grad in Deutschland
San Jose again. Wegen eines vergessenen Reisefuehrers begaben wir uns dann noch einmal fuer eine Nacht ins Hotel Carlita, und feierten abends mit einer Menge CISVern meinen Geburtstag. Es war sehr nett, feucht-froehlich und lustig. Definitiv eine gelungene Feier
Liberia. Auf dem Weg nach Norden haben wir noch einen kleinen Zwischenstop in Liberia eingelegt. Es ist sehr schoen hier: die Stadt ist im Kolonialstil gebaut, und alle Haueser sind weiss. Heute haben wir einen Tagesausflug zum Playa Panama gemacht, wo es aber weder Restaurants noch Supermaerkte gab, so dass wir ohne Fruehstueck fast verhungert sind. Uber Irrwege (2 Stunden (!!!) durch die Pampa) haben wir es dann doch noch zum Playa Hermosa geschafft, wo es alles gab was unser Herz begehrte: Essen & Trinken und natuerlich Sand und superwarmes, wenngleich sehr salziges Pazifikmeer.
Sodas. Definitiv die beste Erfindung hierzulande: Einfache Restaurants mit superleckeren Saeften und billigem Fressen. Kein Tag vergeht ohne Soda-Besuch und ich hoffe die gibt es auch in Nicaragua, Honduras und Guatemala.
Soweit fuer heute, morgen gehts dann auch nach Nicaragua, mehr bald auf diesem Sender.
 { 4:43 AM ~ link ~ }


14.8.03
CISV: done.
Meine Pflichtaufgaben dieser Reise sind erledigt:
IPP Meeting 2003: Auf einer wunderschoenen Site am Rande San Jose haben wir hart und produktiv gearbeitet. Schoen auch, dass die Costa-Ricanische U17 parallel trainiert hat.
AIM 2003: Im Hotel San Jose Palacio (5-Sterne) brachte ich mein 6. Annual Interational Meeting hinter mich. Wie immer habe ich wenig geschlafen, viel getrunken, und viel geschafft. Meine Motivation fuer CISV und IPP ist auch wieder da.
 { 9:28 PM ~ link ~ }